Städtereisen – Berlin

Berlin ist eine Reise wert 

Nach 17 Jahren reisten wir 2007 wieder mal nach Berlin. Obgleich wir bereits damals die Wende mitbekommen haben, waren wir erstaunt wie sehr sich diese Stadt verändert hat und trotzdem interessant geblieben ist. Die damalige Metropole „Kudamm“ hat sich heute komplett auf den Alexanderplatz verschoben. Dort gibt es nun die Einkaufszentren, die kleinen Kneipen, für die Berlin berühmt ist und jede Menge Menschen.

Auf unserer Tour besuchten wir den Reichstag. Wir fuhren auf der Straße des 17. Juni Richtung Brandenburger Tor. Da, wo vor 17 Jahren noch die Mauer stand, erinnern nur noch zwei Reihen Pflastersteine daran, denn dies ist nun die Hauptverkehrsstraße in das Regierungsviertel. Im Reichstag angekommen konnten wir in den Plenarsaal besichtigen und einer sehr interessanten Führung lauschen, die das Arbeiten im Bundestag aus einem anderen Blickwinkel, wie nur aus der Politik erklärte und vieles verständlicher machte.

Der Ausblick vom Reichstagsdach über Berlin ist grandios. Die meisten Besucher kommen nur deshalb. Leider war uns in diesen Tagen der Besuch der Glaskuppel nicht möglich, da sie gerade gereinigt wurde. Wieder unten vor dem Reichstag ein Überblick über die neu entstandenen Regierungsgebäude z. B. alle Ländervertretungen und das Bundeskanzleramt.

Bei der Besichtigung des Holocaust-Denkmal ist man von den Gefühlen hin und her gerissen, einerseits ist bewußt warum dieses Denkmal steht, andererseits fragt man sich ob es notwendig war, so etwas zu bauen. Der Abriss des Glaspalastes ist zur Zeit soweit fortgeschritten, dass zum Großteil nur noch das Stahlgerüst steht. Er wird durch ein neues Einkaufszentrum ersetzt. Daneben steht schon der weltgrößte Media-Markt, den man wirklich unbedingt sehen muss.

Der klassische Abstecher an den Checkpoint Charlie durfte natürlich auch nicht fehlen. Von diesem markanten Punkt in Berlin ist leider auch nicht mehr viel übrig geblieben. Der komplette Todesstreifen wurde mit Einkaufszentren zu gebaut und am Wachhäuschen des Checkpoint, das da ziemlich verloren zwischen den hohen Häusern steht, wird nun Kommerz betrieben. Man kann sich mit 2 Soldaten für 1,– € fotografieren lassen.

Ein Besuch des Checkpoint Museums muss aber auf jeden Fall gemacht werden. In diesem Museum werden die verschiedenen Fluchtversuche über die Mauer gezeigt. Auch sind die einzelnen Fluchtfahrzeuge usw. ausgestellt. Ebenfalls beim Checkpoint entsteht im Moment die Topografie des Todes. Dort ist die komplette Geschichte Berlins mit Bilder und Videos dokumentiert. Hier steht auch noch ein Stück Mauer, damit man sich leichter vorstellen kann, wo man eigentlich gerade steht.

Ein Besuch des Olympiastadions und der Aufstieg auf den Glockenturm ist sehr interessant. Bei gutem Wetter sieht man auf dem Glockenturm noch mehr von Berlin als vom Dach des Reichstages.

Am Abend sollten unbedingt die Hack’schen Höfe besichtigt werden. Von außen sieht es aus wie ein Einkaufszentrum, dahinter verbergen sich acht kleine Hinterhöfe, die man nacheinander durchwandern kann. In diesen Höfen sind kleine Kneipen und Geschäfte. Die einzelnen Höfe sind liebevoll gestaltet und mit Lichterketten geziert. Es ist ein sehr gemütlicher Platz.

Alles in allem gesehen ist Berlin auf jeden Fall eine Reise wert und wir werden auch wieder dahin reisen, da wir auf unser diesjährigen Tour nicht alles gesehen haben.

NEU: An dieser Stelle einen Hinweis zu einem neuen Bericht in unserer Seite, der das Thema Reisegutscheine behandelt und einige interessante Verweise bereits hält.